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Etappe 03


von San Giustino nach Umbertide
San Giustino, Città di Castello, Montone, Trestina, Umbertide

Technische Daten

Abfahrt: San Giustino
Ankunft: Umbertide
Länge: 40km
Höhenunterschied: 100m
Schwierigkeitsgrad: mittel-leicht
Straßenbelag: Asphalt, unbefestigt
Empfohlenes Rad: Tourenrad, MTB
Sehenswertes in dieser Gegend: San Giustino, Città di Castello, Montone, Trestina, Umbertide.

Die dritte Etappe unserer Route führt uns von San Giustino über die Ortschaften Piosina, Città di Castello, Trestina und Niccone bis nach Umbertide. Da die Strecke über lange Abschnitte auf Radwanderwegen verläuft, können wir weit ab vom Autoverkehr radeln und die herrlichen Ausblicke auf die Landschaften des Oberen Tibertals genießen. Mit ihren 40 Kilometern ist diese Etappe zwar die längste der in diesem Radwanderführer vorgeschlagenen Routen, weist jedoch keine signifikanten Steigungen auf, da sie sich fast immer am Tiberufer entlang schlängelt. Die einzige Anforderung an den Radtouristen ist deshalb, seine Kräfte gut zu dosieren, um auch am Ende der Etappe noch etwas Energie zu haben.

Wir starten in der Altstadt von San Giustino und radeln auf der Asphaltstraße in Richtung Pistrino. Gleich hinter der Tiberbrücke nehmen wir bei Kilometer 3,2 den links abgehenden unbefestigten Weg, biegen dann rechts ab und folgen der unbefestigten Straße entlang dem Fluss. Hier beginnt einer der faszinierendsten Abschnitte dieser Route: Da der unbefestigte Weg ganz nah am Flusslauf des Tibers verläuft, können wir die Naturschönheiten in Ruhe genießen. Nur bei einigen Abschnitten müssen wir auf die etwas unebene Straße und das hohe Gras achten.

Bei Kilometer 5,8 kehren wir für wenige Meter auf die Asphaltstraße zurück, um zum linken Flussufer zu gelangen, während wir bei Piosina (Kilometer 9,6) die Straße überqueren und auf einen Radwanderweg stoßen, der uns bis Città di Castello bringt, wo wir bei Kilometer 15,4 ankommen. Hier wenden wir uns nach links und kehren auf die Asphaltstraße zurück, um dann in Richtung Trestina weiterzufahren. Zuvor lohnt sich jedoch ein kleiner Abstecher, um den bezaubernden historischen Ortskern dieser Stadt zu besichtigen.

Bei Città di Castello überqueren wir die Tiberbrücke und radeln in Richtung Trestina, wobei wir der Provinzstraße SP105 folgen. Von Città di Castello bis Trestina müssen wir 10km auf der Asphaltstraße zurücklegen, aber da die Straße nicht sehr befahren ist, können wir doch mit einer gewissen Ruhe radeln. Bei Kilometer 22 kommen wir durch San Secondo, während wir einige Kilometer später rechts das Profil der Wallfahrtskirche von Canoscio erkennen können.

Wir erreichen Trestina bei Kilometer 25,5: Am Kreisverkehr biegen wir links ab, fahren über die Tiberbrücke und nehmen gleich danach den rechts abgehenden Radwanderweg, der sich am linken Flussufer entlang schlängelt und bis nach Promano führt.

Bei Kilometer 30,1 kommen wir in Promano an, wo wir rechts abbiegen und auf die ehemalige staatliche Landstraße SS3bis fahren, auf der wir 10 Kilometer bleiben und über die Orte Niccone und Montecastelli immer leicht bergauf und bergab bis nach Umbertide radeln. Da dies der verkehrsreichste Abschnitt dieser Route ist, müssen wir hier im Gegensatz zum anfänglichen Teil etwas auf den Autoverkehr achten.




Sehenswertes

In San Giustino, Abfahrtsort der Etappe, sollte man sich unbedingt die Burg Bufalini anschauen. Die mittelalterliche Anlage wurde auf Wunsch der Marchesen Bufalini errichtet, eine eng mit der Geschichte San Giustinos verbundene Familie. Ebenfalls sehenswert sind die Erzpriesterkirche, die Kirche Santissimo Crocifisso und die Villa Margherini Graziana, ein prächtiges, gleich außerhalb von San Giustino liegendes Bauwerk aus der Spätrenaissance, das im Jahr 1616 durch den Umbau einer mittelalterlichen Burg verwirklicht wurde.

Nachdem man ungefähr die Hälfte der Route zurückgelegt hat, erreicht man Città di Castello, die wichtigste Stadt des Oberen Tibertals. Der von den Umbrern gegründete Ort wurde später ein römisches Municipium mit dem Namen Tifernum Tiberinum. Im Anschluss an verschiedene Unterwerfungen und nach der Plünderung und Zerstörung durch die Goten von Totila (6. Jh.n.Chr.) wurde der Ort wieder aufgebaut und befestigt und bekam zuerst den Namen Castrum Felicitatis und im 10. Jh. dann den endgültigen Namen Castrum Castelli.

In der eindrucksvollen Atmosphäre der Altstadt sind elegante Renaissancearchitekturen, die Höfe und Loggien der herrschaftlichen Palazzi wie Palazzo Vitelli alla Cannoniera (heute Sitz der Städtischen Pinakothek) und Kreuzgänge zu sehen. Lohnenswert ist die Besichtigung der Kathedrale sowie der Kirchen Santa Maria Maggiore, Santa Maria delle Grazie, San Francesco und San Domenico. In der Umgebung kann man die Abtei Petroia, das Oratorium San Crescentino in Morra, die Wallfahrtskirche in Canoscio und das Thermalbad Fontecchio besichtigen.

Wenn man vor der Ankunft in Umbertide den Blick nach oben richtet, sieht man linker Hand das Profil des bezaubernden mittelalterlichen Dorfes Montone. Sehenswert in der Altstadt sind der Palazzo Comunale an der Piazza Fortebraccio, die Pfarrkirche San Gregorio aus dem 11. Jh., älteste Kirche von Montone, die Kollegiatkirche und die Kirche San Francesco. Zwei der wundervollen Kunstwerke, die in der letztgenannten Kirche aufbewahrt waren, befinden sich heute im Buckingham Palace und in der National Gallery in London: Die „Madonna auf dem Thron mit Kind und Heiligen“ von Berto di Giovanni und die „Madonna in der Glorie“ von Luca Signorelli.

In Umbertide, Zielort dieser dritten Etappe, muss man sich natürlich unbedingt die monumentale Rocca anschauen, eine 1385 von Alberto Guidalotti nach einem Entwurf des hiesigen Architekten Angeluccio di Ceccolo errichtete Festung. Besichtigenswert sind auch die Kirche Santa Croce mit der berühmten „Kreuzabnahme“ von Luca Signorelli (1515) und die Kollegiatkirche Santa Maria della Reggia. In der Umgebung lohnt sich die Besichtigung der Burg Civitella Ranieri und der wunderschönen Abtei Montecorona, die laut Überlieferung zwischen dem Jahr 1008 und dem Jahr 1009 vom hl. Romuald gegründet worden sein soll.


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