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Etappe 05


von Ponte S.Giovanni nach Marsciano
Torgiano, Pontenuovo, Deruta, Marsciano

Technische Daten

Abfahrt: Ponte San Giovanni (Perugia)
Ankunft: Marsciano
Länge: 31,8km
Höhenunterschied: 100m
Schwierigkeitsgrad: leicht
Straßenbelag: Asphalt, unbefestigt
Empfohlenes Rad: Tourenrad, MTB
Sehenswertes in dieser Gegend: Torgiano, Pontenuovo, Deruta, Marsciano.

Mit der fünften Etappe beginnen wir die zweite Hälfte unserer Radreise entlang dem Tiber. Nachdem wir die Hauptstadt Umbriens gestreift haben, radeln wir durch geschichts- und traditionsreiche Dörfer wie Deruta und Torganio südlich in Richtung Marsciano weiter.

Die Strecke schlängelt sich durch das Tibertal, das von den sanften Hügeln dieser Gegend Umbriens umgeben ist, und durchquert Gebiete, die für ihre edlen Weine und Olivenöle sowie für die Herstellung wertvoller Majoliken und Ziegel bekannt sind.

Aufgrund der Streckenlänge von nur 31,8 Kilometern, der quasi nicht vorhandenen Steigungen und der Tatsache, dass über die Hälfte der Route auf Asphaltstraßen verläuft, können wir diese Etappe als leicht einstufen. Sie kann deshalb ohne besondere Anstrengung auch von weniger trainierten Radlern und mit jedem Fahrradtyp zurückgelegt werden.

Die Abfahrt erfolgt am Anfang des Radwegs in der Nähe der alten Brücke; von hier fahren wir Richtung Torgiano und lassen den verkehrsreichen Teil der Ortschaft schnell hinter uns.

Schon nach 2 Kilometern, d.h. gleich nach dem Industriegebiet, wird die sanfte Landschaft von der Natur beherrscht. Bei Kilometer 7 kommen wir am Fuß der Ortschaft Torgiano an, zu der wir mit einem kleinen Abstecher nach rechts hochfahren können, um die bezaubernde Altstadt zu besichtigen. Die Route geht dagegen an der Ampel geradeaus weiter in Richtung Deruta. In diesem Abschnitt ist wegen des Verkehrs noch Vorsicht geboten, doch schon bei Kilometer 8, wenn wir nach der Überquerung der Chiascio-Brücke rechts in Richtung Pontenuovo fahren, wird der Verkehr weniger. Wir radeln auf der Asphaltstraße weiter, überwinden einige leichte Steigungen und können einen schönen Blick auf Torgiano und das Tibertal genießen.

Bei Kilometer 10,4 kommen wir in Pontenuovo an: An der Kreuzung geht es geradeaus weiter – Vorsicht Verkehr! – und nach 50m verlassen wir die Hauptstraße und biegen rechts in einen kleinen Parkplatz ein. Auf der linken Seite beginnt hier der Radwanderweg entlang dem Tiber, der mit den Hinweisschildern für die MTBStrecke Nr. 19 ausgeschildert ist.

Wir folgen diesem schönen, am Flusslauf des Tibers entlang führenden Radweg, bis wir bei Kilometer 14 am Fuß von Deruta ankommen; von hier geht es weiter in Richtung Fanciullata.

Bei Kilometer 16,5 biegen wir, nachdem wir die Tiberbrücke überquert haben, links ab und gelangen auf eine ruhige Nebenstraße, die bald danach unbefestigt wird. Von hier bis Marsciano lassen wir den Tiber linker Hand liegen und radeln auf breiten und wunderschönen Feldwegen, die sich durch die unterschiedlich angebauten und mit dem Flusswasser bewässerten Felder schlängeln. Bei Kilometer 26 biegen wir auf der Höhe eines Ferienbauernhofs rechts ab und stoßen kurz danach bei dem kleinen Dorf Cerro wieder auf die Asphaltstraße. Hier biegen wir rechts ab und folgen einer Nebenstraße, die uns bis zur Peripherie von Marsciano bringt, die Stadt der Ziegel. Wir folgen den Hinweisschildern zur Stadtmitte, wo die Route endet.




Sehenswertes

Wenige Kilometer nach der Abfahrt erreicht man das befestigte mittelalterliche Dorf Torgiano, das Ende des 18. Jh. über den Resten einer antiken römischen Siedlung entstand und berühmt für seine vorzügliche Öl- und Weinerzeugung ist.

Deshalb ist es natürlich kein Zufall, dass man im historischen Ortskern nicht nur das von Giorgio und Maria Grazia Lungarotti geplante und verwirklichte Weinmuseum besichtigen kann, das im barocken Palazzo Graziani-Baglioni aus dem 17. Jh. untergebracht ist und zu den berühmtesten weinkundlichen Museen Italiens zählt, sondern auch das Oliven- und Ölmuseum.

In der Altstadt von Torgiano kann man auch den Turm Baglioni, Zeugnis des antiken befestigten Mauergürtels, die zwei Brunnen Fonte di Giano und Fonte dei Cocciari, Werke des Künstlers Nino Caruso, sowie die Kirche San Bartolomeo, die Kirche Santa Maria del Castello, die Kirche Madonna dell´Ulivello und das Oratorium Sant´Antonio Abate besichtigen.

Ungefähr auf der Hälfte dieser Route kommt man ganz nah an Deruta vorbei, ein für seine blühende Majolikaproduktion berühmter Ort. Sehenswert sind hier das Tor Porta San Michele Arcangelo, an dessen Seiten noch Spuren des antiken Mauergürtels zu erkennen sind, der kleine Platz Piazzetta Michelotti, die Kirche San Michele Arcangelo und die Piazza dei Consoli mit dem Palazzo Comunale.

Nachdem die Etappe durch eine überwiegend ländliche Landschaft führte, die diese Gegend Umbriens prägt, endet sie in Marsciano, das wichtigste umbrische Ziegelproduktionszentrum. Im Gebiet von Marsciano liegt das Dynamische Museum der Ziegel und der Terrakotta, das über das gesamte Territorium verteilt ist und alle Orte der Bauern-, Handwerks- und Industriekultur einbindet. In der Altstadt sollte man die Kirche San Giovanni Battista, den im Jahr 1871 errichteten Palazzo Comunale, das Theater della Concordia und den Palazzo Battaglia mit Dekorationen des futuristischen Malers Geraldo Dottori besichtigen.

Bei dieser Etappe durchquert der Tiber auch die Gemeinde Collazzone, ein antikes, auf einem Hügel liegendes Dorf. Sehenswert sind hier die Kirche San Lorenzo mit einem Glockenturm aus dem 18. Jh., die Kirche San Michele Arcangelo, die höchstwahrscheinlich als einfache Burgkapelle errichtet worden war, und der Palazzo Comunale mit einem Kalksteinportal, das Vignola zugeschrieben werden kann.


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