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Etappe 02


von Pietralunga nach Gubbio
Pietralunga, Gubbio

Technische Daten

Abfahrt: Pietralunga
Ankunft: Gubbio (Römisches Amphitheater)
Länge: 26,8km
Höhenunterschied: 450m
Schwierigkeitsgrad: mittel
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Pietralunga, Gubbio, Sant´Ubaldo.

Diese Etappe der Radreise entlang dem Franziskusweg beginnt in der ruhigen Ortschaft Pietralunga, die sich auf einem kleinen, zwischen den Wäldern dieser unberührten Gegend Umbriens eingebetteten Hügel erhebt. Sie ist recht kurz und weist nur zwei etwas härtere Abschnitte auf: Der erste ist ein 3 Kilometer langer Anstieg, der sofort nach dem Ortsausgang von Pietralunga zu bewältigen ist und keine signifikanten Steigungen hat; der zweite ist ein nur knapp 1 Kilometer langer, aber sehr steiler Anstieg bei Kilometer 12.

Die restliche Strecke schlängelt sich auf vollkommen verkehrsfreien asphaltierten Nebenstraßen mitten durch Wälder, in denen die Natur und die Stille noch die unangefochtenen Herrscher sind.

Der einzige Streckenabschnitt, der etwas Vorsicht erfordert, ist die Überquerung der staatlichen Landstraße SS219 (km 15), die immer stark befahren ist. Nach der Kreuzung radelt man jedoch gleich wieder auf ruhigen Straßen weiter und kann in der Ferne schon das Profil von Gubbio erkennen.

Wir starten von der Piazza 7 Maggio und verlassen die Altstadt von Pietralunga auf der Via Roma in Richtung Gubbio. Am Ende der abwärts führenden Straße fahren wir geradeaus weiter und beginnen schon nach einem Kilometer den ersten harten Abschnitt des Tages: Ein 3 Kilometer langer Anstieg, der jedoch ohne große Steigungen bergauf führt und zwischen dichten Wäldern verläuft, weshalb sich die Mühe wirklich lohnt.

Am Ende des Anstiegs biegen wir bei Kilometer 4 links in Richtung San Benedetto Vecchio ab und radeln anschließend auf der asphaltierten Straße weiter, ohne den Hinweisschildern für die Via Francigena del hl. Franziskus zu folgen. Bei Kilometer 12 stoßen wir auf den zweiten und letzten Anstieg dieser Etappe: Der ausgesprochen beschwerliche, 1km lange Anstieg mit Steigungen, die z.T. 10% überschreiten, ist mit den richtigen Gängen in Angriff zu nehmen, um zu vermeiden, bei Ankunft auf dem Gipfel unter Sauerstoffmangel zu leiden.

Bei Kilometer 15 erreichen wir Mocaiana und die verkehrsreiche Kreuzung mit der SS219, an der wir links abbiegen, um dann sofort anschließend rechts in Richtung Ponte D´Assi zu fahren. Von hier radeln wir immer auf äußerst verkehrsarmen Straßen in Richtung Gubbio, das schon in der Ferne erkennbar ist und vom Profil des Monte Ingino überragt wird.

Wir folgen den Hinweisschildern zu dem gleich außerhalb der Stadtmauern liegenden Römischen Amphitheater, an dem unsere Etappe endet.




Sehenswertes

Der charakteristischste Ort der zweiten Etappe dieser Radtour ist sicherlich Gubbio, eine der ältesten Städte Umbriens und eines der signifikantesten Beispiele der mittelalterlichen Stadt.

Zu den berühmtesten architektonischen Bauwerken zählt der Palazzo dei Consoli, ein prächtiger urbanistischer Komplex, Wahrzeichen der Stadt und Sitz der Pinakothek und des Archäologischen Museums. Sehenswert sind außerdem der Palazzo Beni, der Palazzo del Bargello mit dem berühmten Brunnen und der Palazzo del Capitano del Popolo.

Interessant sind auch die Kathedrale Santa Maria Nuova (12. Jh.), in der die „Madonna del Belvedere“ von Ottaviano Nelli zu sehen ist, die Kirche und das Kloster Sant´Agostino (13. Jh.) mit Freskogemälden von Nelli, die Kirche und das Kloster San Francesco, die Kirche San Giovanni, die sich durch ihre Fassade und den romanischen Glockenturm auszeichnet, sowie die Kirchen San Pietro und San Domenico.

Gleich außerhalb der Stadtmauern zeugt das Römische Theater von den antiken Ursprüngen der Stadt. Dank seiner Ausmaße wird es auch heute noch für Aufführungen im Freien genutzt.

Und natürlich sollte man die monumentale Basilika Sant´Ubaldo besichtigen, die über der Stadt emporragt und die Gebeine des Schutzheiligen beherbergt. Die Bedeutung dieses Ortes für die franziskanische Bewegung hängt auch mit der Episode der Begegnung des hl. Franziskus mit dem Wolf zusammen. Nach Meinung einiger Geschichtswissenschaftler soll diese Begegnung wenig außerhalb der Stadt bei der Kirche Santa Maria della Vittoria stattgefunden haben, wo das erste franziskanische Kloster errichtet wurde.


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