Technische Daten
Abfahrt: Pietralunga
Ankunft: Gubbio (Römisches Amphitheater)
Länge: 26,8km
Höhenunterschied: 450m
Schwierigkeitsgrad: mittel
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Pietralunga, Gubbio, Sant´Ubaldo.
Diese Etappe der Radreise entlang dem Franziskusweg beginnt in der
ruhigen Ortschaft Pietralunga, die sich auf einem kleinen, zwischen
den Wäldern dieser unberührten Gegend Umbriens eingebetteten
Hügel erhebt. Sie ist recht kurz und weist nur zwei etwas härtere
Abschnitte auf: Der erste ist ein 3 Kilometer langer Anstieg, der sofort
nach dem Ortsausgang von Pietralunga zu bewältigen ist und keine
signifikanten Steigungen hat; der zweite ist ein nur knapp 1 Kilometer
langer, aber sehr steiler Anstieg bei Kilometer 12.
Die restliche Strecke schlängelt sich auf vollkommen verkehrsfreien asphaltierten
Nebenstraßen mitten durch Wälder, in denen die Natur und die Stille noch die
unangefochtenen Herrscher sind.
Der einzige Streckenabschnitt, der etwas Vorsicht erfordert, ist die Überquerung
der staatlichen Landstraße SS219 (km 15), die immer stark befahren ist. Nach der
Kreuzung radelt man jedoch gleich wieder auf ruhigen Straßen weiter und kann in
der Ferne schon das Profil von Gubbio erkennen.
Wir starten von der Piazza 7 Maggio und verlassen die Altstadt von Pietralunga
auf der Via Roma in Richtung Gubbio. Am Ende der abwärts führenden Straße
fahren wir geradeaus weiter und beginnen schon nach einem Kilometer den ersten
harten Abschnitt des Tages: Ein 3 Kilometer langer Anstieg, der jedoch ohne große Steigungen bergauf führt und zwischen dichten Wäldern verläuft, weshalb sich die
Mühe wirklich lohnt.
Am Ende des Anstiegs biegen wir bei Kilometer 4 links in Richtung San Benedetto
Vecchio ab und radeln anschließend auf der asphaltierten Straße weiter, ohne den
Hinweisschildern für die Via Francigena del hl. Franziskus zu folgen. Bei Kilometer 12
stoßen wir auf den zweiten und letzten Anstieg dieser Etappe: Der ausgesprochen
beschwerliche, 1km lange Anstieg mit Steigungen, die z.T. 10% überschreiten, ist
mit den richtigen Gängen in Angriff zu nehmen, um zu vermeiden, bei Ankunft auf
dem Gipfel unter Sauerstoffmangel zu leiden.
Bei Kilometer 15 erreichen wir Mocaiana und die verkehrsreiche Kreuzung mit der
SS219, an der wir links abbiegen, um dann sofort anschließend rechts in Richtung
Ponte D´Assi zu fahren. Von hier radeln wir immer auf äußerst verkehrsarmen
Straßen in Richtung Gubbio, das schon in der Ferne erkennbar ist und vom Profil des
Monte Ingino überragt wird.
Wir folgen den Hinweisschildern zu dem gleich außerhalb der Stadtmauern
liegenden Römischen Amphitheater, an dem unsere Etappe endet.
Sehenswertes
Der charakteristischste Ort der
zweiten Etappe dieser Radtour ist
sicherlich Gubbio, eine der ältesten
Städte Umbriens und eines der
signifikantesten Beispiele der
mittelalterlichen Stadt.
Zu den berühmtesten
architektonischen Bauwerken zählt
der Palazzo dei Consoli, ein prächtiger
urbanistischer Komplex, Wahrzeichen
der Stadt und Sitz der Pinakothek
und des Archäologischen Museums.
Sehenswert sind außerdem der
Palazzo Beni, der Palazzo del Bargello
mit dem berühmten Brunnen und der
Palazzo del Capitano del Popolo.
Interessant sind auch die Kathedrale
Santa Maria Nuova (12. Jh.), in der
die „Madonna del Belvedere“ von
Ottaviano Nelli zu sehen ist, die
Kirche und das Kloster Sant´Agostino
(13. Jh.) mit Freskogemälden von
Nelli, die Kirche und das Kloster San
Francesco, die Kirche San Giovanni,
die sich durch ihre Fassade und
den romanischen Glockenturm
auszeichnet, sowie die Kirchen San
Pietro und San Domenico.
Gleich außerhalb der Stadtmauern
zeugt das Römische Theater von den
antiken Ursprüngen der Stadt. Dank
seiner Ausmaße wird es auch heute
noch für Aufführungen im Freien
genutzt.
Und natürlich sollte man die
monumentale Basilika Sant´Ubaldo
besichtigen, die über der Stadt
emporragt und die Gebeine des
Schutzheiligen beherbergt.
Die Bedeutung dieses Ortes für die
franziskanische Bewegung hängt
auch mit der Episode der Begegnung
des hl. Franziskus mit dem Wolf
zusammen. Nach Meinung einiger
Geschichtswissenschaftler soll diese
Begegnung wenig außerhalb der
Stadt bei der Kirche Santa Maria della
Vittoria stattgefunden haben, wo das
erste franziskanische Kloster errichtet
wurde.