Technische Daten
Abfahrt: Monteluco
Ankunft: Scheggino
Länge: 31km
Höhenunterschied: 460m
Schwierigkeitsgrad: mittel-schwierig
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Spoleto, Monteluco, Forca di Cerro, Valnerina, Sant´Anatolia di Narco, Castel San Felice.
Die siebte Etappe zeichnet sich durch den Anstieg zum Pass von
Forca di Cerro und den Eintritt der Via Francigena des hl. Franziskus
in die Valnerina aus. Wir nähern uns jetzt dem Ende unserer langen
Radreise. Die Etappe ist zwar kurz und der Höhenunterschied nicht
unüberwindbar, doch der lange Anstieg nach Forca di Cerro erfordert
eine gute Kondition, auch angesichts der Tatsache, dass die Beine
nach den vielen schon zurückgelegten Kilometern langsam müde zu
werden beginnen.
Die Abfahrt erfolgt in Monteluco und auf den ersten Kilometern bergab legen wir
das letzte Teilstück der vorhergehenden Etappe in umgekehrter Richtung zurück.
Nachdem wir die Stadtmitte von Spoleto hinter uns gelassen haben (km 7,5),
radeln wir in Richtung Norcia und Cascia und biegen bei Kilometer 10 nach rechts
in Richtung Piedipaterno ab, wo der Anstieg nach Forca di Cerro beginnt: Der
Anstieg ist zwar 9km lang, hat aber keine besonders schwierigen Steigungen. Trotz
seiner Länge kann er mit den richtigen Gängen also auch von weniger trainierten
Radlern ohne große Probleme bewältigt werden, auch angesichts der Tatsache,
dass er am Anfang der Etappe in Angriff genommen wird. Früher erstreckte sich
parallel zur Straße die alte, bautechnisch außergewöhnliche Eisenbahnlinie Spoleto-Norcia, eingeweiht im Jahr 1926 und stillgelegt im Jahr 1968. Die alte Bahnanlage,
die Tunnel und einige imposante Brücken über der heutigen Straße zeugen noch
von diesem beeindruckenden Werk. Das ganze Jahr über werden zahlreiche
Exkursionen organisiert, um mit dem MTB die alte Bahnstrecke zu erkunden: Eine
Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte, um die Schönheit dieser
Gegend Umbriens und die Genialität dieses bedeutenden Werkes noch besser
kennen zu lernen.
Im Anschluss an eine lange Serie von Kurven erreichen wir bei Kilometer 19,3
den Pass, auf dem wir ausgedehnte Ausblicke auf die Berge, die die Valnerina
überragen, genießen können. Die ausgesprochen schöne Abfahrt erfolgt auf einer
breiten Straße, die sich durch die Wälder schlängelt und bei Kilometer 26,8 direkt
vor der Abtei San Felice endet, bei der sich die Route mit dem Benediktinerweg der
Valnerina überschneidet.
Von hier fahren wir rechts weiter, bleiben neben dem Fluss Nera und müssen auf
den Verkehr achten, da diese Straße ziemlich stark befahren ist. Nachdem wir die
Abzweigung nach Sant´Anatolia di Narco (km 27,8) hinter uns gelassen haben, radeln
wir immer weiter geradeaus und erreichen bei Kilometer 31 das Dorf Scheggino,
das am Ufer des Flusses Nera liegt und uns Unterkunft bietet, bis wir zur letzten
Etappe unserer Radreise aufbrechen.
Sehenswertes
Sicherlich sind die wunderschönen
Landschaften von Forca di Cerro und
der Valnerina der interessanteste
Aspekt dieser Etappe.
Lohnenswert ist die Besichtigung
des Dorfes Sant´Anatolia di Narco,
das nur wenige Kilometer abseits der
Strecke liegt: Im historischen Ortskern
sind noch die Merkmale des antiken
befestigten Dorfes mit Ringmauern,
Wachttürmen und drei Zugangstoren
erhalten. Innerhalb der Stadtmauern
kann man das ehemalige Rathaus
mit Portikus und mittelalterlichen
Werkstätten sowie die Pfarrkirche
Sant´Anatolia besichtigen, in der eine
Gemäldedekoration aus dem 13.-14.
Jh., das mit Marmor eingelegte
Antependium des Hauptaltars
der neapolitanischen Schule des
17. Jh., ein Holzkreuz und einige
Leinwandgemälde aus dem 17. Jh.
aufbewahrt sind.
Sehenswert außerhalb der
Stadtmauer ist die Wallfahrtskirche
Madonna delle Grazie, die ihre
heutige Gestalt im 16. Jh. erhielt
und die Formen der Renaissance
auf handwerkliche Weise neu
interpretiert. Auf dem Portal kann
man das Monogramm Christi und die
Jahreszahl 1575 erkennen.
Nicht weit entfernt befindet sich die
beeindruckende, vermutlich im 12.
Jh. gebaute Abtei San Felice.
Die Etappe endet in Scheggino, ein
kleines, am Nera-Ufer liegendes Dorf.
Hier kann man sich die im 13. Jh.
gebaute, aber im 16. Jh. vollständig
erneuerte Kirche San Nicolò
anschauen, in der sich wertvolle
Freskogemälde befinden, die Spagna
zugeschrieben werden. Lohnenswert
ist auch die Besichtigung der
Kirche Santa Felicita: Ihr heutiges
romanisches Aussehen geht auf das
12. Jh. zurück, mit Ausnahme der
Fassade, die im 17. Jh. im Anschluss
an die Verkleinerung des einzigen
Kirchenschiffes neu aufgebaut wurde.
Der Innenraum präsentiert sich mit
einer halbrunden Apsis und einer
Altarmensa aus Stein; die Krypta
kann ebenfalls auf das 12. Jh. datiert
werden.
Ein wenig außerhalb des Dorfes
findet man die Valcasana-Quellen,
ein Beispiel der Naturschauspiele, die
diese Gegend zu bieten hat.