Technische Daten
Abfahrt: Assisi (Piazza del Municipio)
Ankunft: Trevi
Länge: 36,5km
Höhenunterschied: 360m
Schwierigkeitsgrad: mittel-leicht
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Assisi, San Damiano, Rivotorto, Spello, Foligno, Trevi
Von Assisi setzen wir unsere Fahrt südlich in Richtung Trevi
fort, die Stadt des Olivenöls; diese Etappe von mittel-leichtem
Schwierigkeitsgrad bindet die Ortschaften Rivotorto, Spello und
Foligno ein.
Die gesamte Strecke verläuft durch flaches Gebiet, mit Ausnahme des Anstiegs
zur Altstadt von Trevi im letzten Abschnitt, der sich aber sehr gut fahren lässt: Knapp
4 Kilometer mit sanften Steigungen, die mit den richtigen Gängen auch von den
weniger trainierten Radlern problemlos bewältigt werden können.
Wir starten bergab und radeln auf der steilen Straße, die uns zuerst nach San
Damiano bringt und anschließend hinter der Wallfahrtskirche von Rivotorto (km
4,9) vorbeiführt. Im Innenraum der Kirche ist noch die Struktur der Heiligen Hütte
erhalten, in der der hl. Franziskus seine Anhänger versammelte, bevor er vom Orden
der Benediktinermönche den Besitz der Portiunkula erhielt.
Hier biegen wir links ab und radeln durch die Ebene in Richtung Spello. Bei Kilometer
11,8 kommen wir an der prachtvollen Villa Fidelia vorbei und erreichen knapp
zwei Kilometer weiter die Tore von Spello. Dieses Städtchen lohnt einen kleinen
Abstecher, um die wunderschöne Altstadt etruskisch-römischen Ursprungs zu
besichtigen.
Von Spello geht es immer weiter durch flaches Gebiet bis nach Foligno (km 19),
wo Franziskus die kostbaren Stoffe seines Vaters verkaufte, um den Armen und
Leprakranken zu helfen. Bei der Fahrt durch Foligno, die drittgrößte Stadt Umbriens,
müssen wir auf den Verkehr achten, auch wenn wir häufig den Radweg neben der
Straße nutzen und deshalb geruhsam radeln können. Wir verlassen Foligno, indem
wir den Hinweisschildern nach Sterpete und anschließend nach Casevecchie (km
25,3) folgen, bis wir schließlich zum Deich des Flusses Teverone gelangen; hier
beginnt ein Radwanderweg, der auf dem Deich durch die Valle Umbra bis zum Fuß
von Trevi führt und schöne Ausblicke auf die umliegenden Hügel bietet.
Wir verlassen den Radwanderweg bei Kilometer 31,3 und beginnen bei Kilometer
32,8 den einzigen Anstieg des Tages, der zwischen ausgedehnten Olivenhainen
sanft bergauf bis zur Stadtmitte von Trevi führt: Ein wirklich unvergesslicher Anblick.
Sehenswertes
Die fünfte Etappe ist sicherlich
diejenige, die die meisten
Kunststädte, architektonischen
Bauwerke und interessanten Orte
einbindet.
Das erste Bauwerk, auf das man nach
wenigen Kilometern stößt, ist die
Basilika von Rivotorto. Sie wurde zum
Schutz der franziskanischen „Hütte“
errichtet, in der Franziskus einige Zeit
mit seinen Mönchen lebte.
In der Nähe von Rivotorto befindet sich die Ortschaft Spello, die sich
zwar mit mittelalterlichen Merkmalen
präsentiert, aber auch viele Zeugnisse
aus ihrer Zeit als römische Kolonie
bewahrt hat, darunter das Theater,
das Amphitheater, die Thermen und
der sog. Augustusbogen, das antike
Zugangstor zur Stadt.
Eines der eindrucksvollsten
Kirchengebäude ist hier die Kirche
Santa Maria Maggiore (12.-13.
Jh.), die bedeutende Kunstschätze
beherbergt: Die herrliche, mit
Fresken des Pinturicchio dekorierte
Kapelle Baglioni auf der linken
Seite des Kirchenschiffes, Gemälde
des Perugino und ein antiker
Majolikaboden aus Deruta.
Gleich außerhalb Spellos liegt die
prächtige Villa Fidelia (16. Jh.); sie
wurde an der Stelle errichtet, an der
sich früher ein Venustempel, das
Theater und die Thermen befanden
und beherbergt eine umfangreiche
Sammlung von Gemälden,
Skulpturen und Antiquitäten.
Anschließend kommt man nach
Foligno, dessen Altstadt sich mit
großartigen religiösen Gebäuden
und Palazzi präsentiert. Ein absolutes
Muss sind der Dom mit einer
Nebenfassade der Maestri Rodolfo
und Binello, der Palazzo Comunale
und der Palazzo Trinci.
Auch die romanische Kirche
Santa Maria Infraportas, die
Kirche San Salvatore und die
ehemalige Kirche San Domenico,
heute Sitz des Auditoriums, sollte
man sich unbedingt anschauen.
Bemerkenswert sind außerdem das
Oratorium Nunziatella, die Kirche
San Francesco und der Dom San
Feliciano.
Die Etappe endet in Trevi, ein auf
einem Hügel zwischen Olivenhainen
liegendes Dorf, in dem noch römische
und mittelalterliche Zeugnisse
erhalten sind. Ausgesprochen
interessante Kirchengebäude sind
die Kirche Sant´Emiliano (12. Jh.), die
Kirche Madonna delle Lacrime und
die Kirche San Francesco. Im Palazzo
Comunale aus dem 15. Jh. kann man
die Pinakothek besichtigen.