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Etappe 05


von Assisi nach Trevi
Assisi, San Damiano, Rivotorto, Spello, Foligno, Trevi

Technische Daten

Abfahrt: Assisi (Piazza del Municipio)
Ankunft: Trevi
Länge: 36,5km
Höhenunterschied: 360m
Schwierigkeitsgrad: mittel-leicht
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Assisi, San Damiano, Rivotorto, Spello, Foligno, Trevi

Von Assisi setzen wir unsere Fahrt südlich in Richtung Trevi fort, die Stadt des Olivenöls; diese Etappe von mittel-leichtem Schwierigkeitsgrad bindet die Ortschaften Rivotorto, Spello und Foligno ein.

Die gesamte Strecke verläuft durch flaches Gebiet, mit Ausnahme des Anstiegs zur Altstadt von Trevi im letzten Abschnitt, der sich aber sehr gut fahren lässt: Knapp 4 Kilometer mit sanften Steigungen, die mit den richtigen Gängen auch von den weniger trainierten Radlern problemlos bewältigt werden können.

Wir starten bergab und radeln auf der steilen Straße, die uns zuerst nach San Damiano bringt und anschließend hinter der Wallfahrtskirche von Rivotorto (km 4,9) vorbeiführt. Im Innenraum der Kirche ist noch die Struktur der Heiligen Hütte erhalten, in der der hl. Franziskus seine Anhänger versammelte, bevor er vom Orden der Benediktinermönche den Besitz der Portiunkula erhielt.

Hier biegen wir links ab und radeln durch die Ebene in Richtung Spello. Bei Kilometer 11,8 kommen wir an der prachtvollen Villa Fidelia vorbei und erreichen knapp zwei Kilometer weiter die Tore von Spello. Dieses Städtchen lohnt einen kleinen Abstecher, um die wunderschöne Altstadt etruskisch-römischen Ursprungs zu besichtigen.

Von Spello geht es immer weiter durch flaches Gebiet bis nach Foligno (km 19), wo Franziskus die kostbaren Stoffe seines Vaters verkaufte, um den Armen und Leprakranken zu helfen. Bei der Fahrt durch Foligno, die drittgrößte Stadt Umbriens, müssen wir auf den Verkehr achten, auch wenn wir häufig den Radweg neben der Straße nutzen und deshalb geruhsam radeln können. Wir verlassen Foligno, indem wir den Hinweisschildern nach Sterpete und anschließend nach Casevecchie (km 25,3) folgen, bis wir schließlich zum Deich des Flusses Teverone gelangen; hier beginnt ein Radwanderweg, der auf dem Deich durch die Valle Umbra bis zum Fuß von Trevi führt und schöne Ausblicke auf die umliegenden Hügel bietet.

Wir verlassen den Radwanderweg bei Kilometer 31,3 und beginnen bei Kilometer 32,8 den einzigen Anstieg des Tages, der zwischen ausgedehnten Olivenhainen sanft bergauf bis zur Stadtmitte von Trevi führt: Ein wirklich unvergesslicher Anblick.




Sehenswertes

Die fünfte Etappe ist sicherlich diejenige, die die meisten Kunststädte, architektonischen Bauwerke und interessanten Orte einbindet.

Das erste Bauwerk, auf das man nach wenigen Kilometern stößt, ist die Basilika von Rivotorto. Sie wurde zum Schutz der franziskanischen „Hütte“ errichtet, in der Franziskus einige Zeit mit seinen Mönchen lebte.

In der Nähe von Rivotorto befindet sich die Ortschaft Spello, die sich zwar mit mittelalterlichen Merkmalen präsentiert, aber auch viele Zeugnisse aus ihrer Zeit als römische Kolonie bewahrt hat, darunter das Theater, das Amphitheater, die Thermen und der sog. Augustusbogen, das antike Zugangstor zur Stadt. Eines der eindrucksvollsten Kirchengebäude ist hier die Kirche Santa Maria Maggiore (12.-13. Jh.), die bedeutende Kunstschätze beherbergt: Die herrliche, mit Fresken des Pinturicchio dekorierte Kapelle Baglioni auf der linken Seite des Kirchenschiffes, Gemälde des Perugino und ein antiker Majolikaboden aus Deruta.

Gleich außerhalb Spellos liegt die prächtige Villa Fidelia (16. Jh.); sie wurde an der Stelle errichtet, an der sich früher ein Venustempel, das Theater und die Thermen befanden und beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Gemälden, Skulpturen und Antiquitäten.

Anschließend kommt man nach Foligno, dessen Altstadt sich mit großartigen religiösen Gebäuden und Palazzi präsentiert. Ein absolutes Muss sind der Dom mit einer Nebenfassade der Maestri Rodolfo und Binello, der Palazzo Comunale und der Palazzo Trinci.

Auch die romanische Kirche Santa Maria Infraportas, die Kirche San Salvatore und die ehemalige Kirche San Domenico, heute Sitz des Auditoriums, sollte man sich unbedingt anschauen. Bemerkenswert sind außerdem das Oratorium Nunziatella, die Kirche San Francesco und der Dom San Feliciano.

Die Etappe endet in Trevi, ein auf einem Hügel zwischen Olivenhainen liegendes Dorf, in dem noch römische und mittelalterliche Zeugnisse erhalten sind. Ausgesprochen interessante Kirchengebäude sind die Kirche Sant´Emiliano (12. Jh.), die Kirche Madonna delle Lacrime und die Kirche San Francesco. Im Palazzo Comunale aus dem 15. Jh. kann man die Pinakothek besichtigen.


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