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Etappe 03


von Gubbio nach Perugia
Gubbio, Abtei Vallingegno, Kloster San Pietro, Burg von Biscina, Chiascio-Tal, Valfabbrica, Ripa, Monteripido, Perugia

Technische Daten

Abfahrt: Gubbio (Römisches Amphitheater)
Ankunft: Perugia
Länge: 64,8km
Höhenunterschied: 1.100m
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Gubbio, Abtei Vallingegno, Kloster San Pietro, Burg von Biscina, Chiascio-Tal, Valfabbrica, Ripa, Monteripido, Perugia.

Die dritte Etappe der Fahrt folgt auf langen Abschnitten dem Franziskanischen Friedenspfad und stellt sicherlich die anspruchsvollste Route dieser Radreise entlang dem Franziskusweg dar.

Auf der fast 65 Kilometer langen Strecke von Gubbio nach Perugia muss ein Höhenunterschied von insgesamt 1.100m überwunden werden: Zuerst der steile Anstieg bis zum Pass von Mengara (km 16,8) und dann die harte Steigung, die zur Altstadt der umbrischen Hauptstadt führt. Die Route erfordert sowohl eine ausgezeichnete Kondition als auch die Fähigkeit, seine Kräfte gut einzuteilen, um nicht völlig kraftlos bei der letzten Steigung anzukommen. Doch die Mühe lohnt sich wirklich, denn man kann während der Fahrt nicht nur schöne Ausblicke genießen, sondern auch zahlreiche interessante Orte sehen: Bevor wir das Chiascio-Tal verlassen und am Fuß von Perugia ankommen, streifen wir die Abtei Vallingegno, die Burg von Biscina, die Ruinen der Burgen Coccorano und Giomici, die Ortschaft Valfabbrica sowie die Dörfer Pianello, Ripa und Civitella d´Arna.

Angesichts der Länge und der Schwierigkeit dieser Route können die weniger trainierten Radler auch überlegen, sie in zwei Etappen einzuteilen, indem sie in Valfabbrica eine Rast einlegen und erst am nächsten Tag von dort nach Perugia aufbrechen.

Nachdem wir die Kirche „Vittorina“, bei der die Begegnung zwischen dem hl.Franziskus und dem Wolf stattgefunden haben soll, hinter uns gelassen haben, entfernen wir uns von Gubbio und folgen den Hinweisschildern „Sentiero Francescano della Pace“ (Franziskanischer Friedenspfad). Bei Kilometer 4,2 geben wir die Hinweisschilder „Sentiero Francescano della Pace“ auf und biegen rechts ab. Nach 50 Metern wenden wir uns nach links und fahren auf die staatliche Landstraße SS298, auf der wir auf den Verkehr achten müssen. Bei Kilometer 5,5 durchqueren wir Ponte D´Assi und verlassen bei Kilometer 7 die staatliche Landstraße, indem wir links abbiegen. Hier beginnt der steile Anstieg, der uns nach Mengara bringt.

Die enge Straße schlängt sich durch die Felder nach oben und weist im ersten Abschnitt Steigungen von über 10% auf, die die Beine der weniger trainierten Radler auf eine harte Probe stellen. Bei Kilometer 8,9 ist der steilste Teil überwunden, während der Anstieg erst bei Kilometer 10,8 endet.

Wir kommen bei Kilometer 13,8 an der Abtei Vallingegno vorbei und müssen sofort danach erneut eine 1km lange Steigung bewältigen, bevor die lange und steile Abfahrt (Vorsicht!) beginnt, die uns zuerst zur Burg von Biscina und anschließend zum Staudamm des Chiascios bringt.

Den beschwerlichsten Teil der Etappe haben wir jetzt hinter uns. Bei Kilometer 34,5 erreichen wir Valfabbrica und von hier geht es dann durch die Talsohle in Richtung Perugia weiter.

Hinter Pianello beginnen wir den recht einfachen Anstieg nach Ripa und Civitella d´Arna (km 46,9), von wo man bereits das Profil Perugias erkennen kann. Nach einer schnellen Abfahrt biegen wir links nach Ponte Valleceppi ab, überqueren den Tiber (km 51,9) und beginnen dann, auf der Via Eugubina bergauf zur Stadtmitte zu fahren. Ab jetzt ist auf den Verkehr zu achten. Um zuerst zur Wallfahrtskirche Monte Ripido, dann zur Piazza Morlacchi und schließlich zur Piazza IV Novembre zu gelangen, sind die Hinweisschilder zur Stadtmitte und die zahlreichen Einbahnstraßen zu beachten.




Sehenswertes

Entlang der Route werden zahlreiche interessante franziskanische Orte gestreift, darunter die Kirche Caprignone und die Abtei Vallingegno aus dem 11. Jh., die eng mit verschiedenen Episoden im Leben des hl. Franziskus verknüpft ist. Sehenswert sind auch die Burg von Biscina und die Burg Giomici, auf die man kurz vor der Ankunft in Valfabbrica stößt.

In der Stadtmitte von Valfabbrica lohnt sich die Besichtigung der Kirche San Sebastiano, der kleinen Kirche Madonna della Foce, der Kirche Santa Maria Assunta und der Benediktinischen Abtei Santa Maria Assunta.

Vor der Ankunft in Perugia sollte man sich unbedingt die Burg von Ripa aus dem 13. Jh. und das Dorf Civitella d´Arna anschauen.

Die Etappe endet schließlich in Perugia, Hauptstadt der Region und eine der schönsten Kunststädte Italiens. In der Stadtmitte muss man natürlich die Piazza IV Novembre mit dem berühmten Brunnen „Fontana Maggiore“ und dem Palazzo dei Priori besichtigen. Der Ende des 12. Jh. gebaute Palazzo beherbergt die Nationalgalerie von Umbrien, in der die bedeutendste Sammlung umbrischer Gemälde aus der Zeit zwischen dem 13. und dem 19. Jh. ausgestellt ist.

Bemerkenswert sind auch der etruskische Bogen, der etruskische Brunnen, das römische Aquädukt und die Rocca Paolina, eine imposante Festung, die der Papst im Jahr 1540 errichten ließ. Lohnenswert ist die Besichtigung einiger Kirchengebäude, darunter vor allem die Abtei San Pietro, die Kirche San Domenico, der Komplex San Francesco al Prato, die Kirche Sant´Ercolano, das Oratorium San Bernardino, die Kirche San Severo, die Kirche San Bevignate und der zwischen dem 5. und 6. Jh. errichtete Tempel Sant´Angelo, eine der ältesten Kirchen in Perugia.

Gleich außerhalb der Altstadt liegt das wunderschöne Kloster Monteripido, das sich auf einem Hügel gegenüber der Porta Sant´Angelo erhebt und ebenfalls zu den sehenswerten franziskanischen Orten gehört.

Außerhalb der Stadt kann man das Hypogäum der Volumnier besichtigen, eines der signifikantesten Beispiele eines etruskischen Grabmals aus hellenistischer Zeit, das der Familie Velimna-Volumni gehörte.


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