Technische Daten
Abfahrt: Gubbio (Römisches Amphitheater)
Ankunft: Perugia
Länge: 64,8km
Höhenunterschied: 1.100m
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Gubbio, Abtei Vallingegno, Kloster San Pietro, Burg von Biscina, Chiascio-Tal, Valfabbrica, Ripa, Monteripido, Perugia.
Die dritte Etappe der Fahrt folgt auf langen Abschnitten dem
Franziskanischen Friedenspfad und stellt sicherlich die anspruchsvollste
Route dieser Radreise entlang dem Franziskusweg dar.
Auf der fast 65 Kilometer langen Strecke von Gubbio nach Perugia muss ein
Höhenunterschied von insgesamt 1.100m überwunden werden: Zuerst der steile
Anstieg bis zum Pass von Mengara (km 16,8) und dann die harte Steigung, die
zur Altstadt der umbrischen Hauptstadt führt. Die Route erfordert sowohl eine
ausgezeichnete Kondition als auch die Fähigkeit, seine Kräfte gut einzuteilen, um
nicht völlig kraftlos bei der letzten Steigung anzukommen. Doch die Mühe lohnt sich
wirklich, denn man kann während der Fahrt nicht nur schöne Ausblicke genießen,
sondern auch zahlreiche interessante Orte sehen: Bevor wir das Chiascio-Tal
verlassen und am Fuß von Perugia ankommen, streifen wir die Abtei Vallingegno,
die Burg von Biscina, die Ruinen der Burgen Coccorano und Giomici, die Ortschaft
Valfabbrica sowie die Dörfer Pianello, Ripa und Civitella d´Arna.
Angesichts der Länge und der Schwierigkeit dieser Route können die weniger
trainierten Radler auch überlegen, sie in zwei Etappen einzuteilen, indem sie in
Valfabbrica eine Rast einlegen und erst am nächsten Tag von dort nach Perugia
aufbrechen.
Nachdem wir die Kirche „Vittorina“, bei der die Begegnung zwischen dem hl.Franziskus und dem Wolf stattgefunden haben soll, hinter uns gelassen haben,
entfernen wir uns von Gubbio und folgen den Hinweisschildern „Sentiero
Francescano della Pace“ (Franziskanischer Friedenspfad). Bei Kilometer 4,2 geben
wir die Hinweisschilder „Sentiero Francescano della Pace“ auf und biegen rechts ab.
Nach 50 Metern wenden wir uns nach links und fahren auf die staatliche Landstraße
SS298, auf der wir auf den Verkehr achten müssen. Bei Kilometer 5,5 durchqueren
wir Ponte D´Assi und verlassen bei Kilometer 7 die staatliche Landstraße, indem wir
links abbiegen. Hier beginnt der steile Anstieg, der uns nach Mengara bringt.
Die enge Straße schlängt sich durch die Felder nach oben und weist im ersten
Abschnitt Steigungen von über 10% auf, die die Beine der weniger trainierten Radler
auf eine harte Probe stellen. Bei Kilometer 8,9 ist der steilste Teil überwunden,
während der Anstieg erst bei Kilometer 10,8 endet.
Wir kommen bei Kilometer 13,8 an der Abtei Vallingegno vorbei und müssen sofort
danach erneut eine 1km lange Steigung bewältigen, bevor die lange und steile
Abfahrt (Vorsicht!) beginnt, die uns zuerst zur Burg von Biscina und anschließend
zum Staudamm des Chiascios bringt.
Den beschwerlichsten Teil der Etappe haben wir jetzt hinter uns. Bei Kilometer 34,5
erreichen wir Valfabbrica und von hier geht es dann durch die Talsohle in Richtung
Perugia weiter.
Hinter Pianello beginnen wir den recht einfachen Anstieg nach Ripa und Civitella
d´Arna (km 46,9), von wo man bereits das Profil Perugias erkennen kann. Nach einer
schnellen Abfahrt biegen wir links nach Ponte Valleceppi ab, überqueren den Tiber
(km 51,9) und beginnen dann, auf der Via Eugubina bergauf zur Stadtmitte zu fahren.
Ab jetzt ist auf den Verkehr zu achten. Um zuerst zur Wallfahrtskirche Monte Ripido,
dann zur Piazza Morlacchi und schließlich zur Piazza IV Novembre zu gelangen, sind
die Hinweisschilder zur Stadtmitte und die zahlreichen Einbahnstraßen zu beachten.
Sehenswertes
Entlang der Route werden zahlreiche
interessante franziskanische
Orte gestreift, darunter die
Kirche Caprignone und die Abtei
Vallingegno aus dem 11. Jh., die
eng mit verschiedenen Episoden im
Leben des hl. Franziskus verknüpft
ist. Sehenswert sind auch die Burg
von Biscina und die Burg Giomici,
auf die man kurz vor der Ankunft in
Valfabbrica stößt.
In der Stadtmitte von Valfabbrica
lohnt sich die Besichtigung der
Kirche San Sebastiano, der kleinen
Kirche Madonna della Foce, der
Kirche Santa Maria Assunta und der
Benediktinischen Abtei Santa Maria
Assunta.
Vor der Ankunft in Perugia sollte man
sich unbedingt die Burg von Ripa aus
dem 13. Jh. und das Dorf Civitella
d´Arna anschauen.
Die Etappe endet schließlich in
Perugia, Hauptstadt der Region und
eine der schönsten Kunststädte
Italiens. In der Stadtmitte muss man
natürlich die Piazza IV Novembre mit
dem berühmten Brunnen „Fontana
Maggiore“ und dem Palazzo dei
Priori besichtigen. Der Ende des
12. Jh. gebaute Palazzo beherbergt
die Nationalgalerie von Umbrien,
in der die bedeutendste Sammlung
umbrischer Gemälde aus der Zeit
zwischen dem 13. und dem 19. Jh.
ausgestellt ist.
Bemerkenswert sind auch der
etruskische Bogen, der etruskische
Brunnen, das römische Aquädukt
und die Rocca Paolina, eine
imposante Festung, die der Papst
im Jahr 1540 errichten ließ.
Lohnenswert ist die Besichtigung
einiger Kirchengebäude, darunter
vor allem die Abtei San Pietro, die
Kirche San Domenico, der Komplex
San Francesco al Prato, die Kirche
Sant´Ercolano, das Oratorium San
Bernardino, die Kirche San Severo,
die Kirche San Bevignate und der
zwischen dem 5. und 6. Jh. errichtete
Tempel Sant´Angelo, eine der ältesten
Kirchen in Perugia.
Gleich außerhalb der Altstadt
liegt das wunderschöne Kloster
Monteripido, das sich auf einem
Hügel gegenüber der Porta
Sant´Angelo erhebt und ebenfalls zu
den sehenswerten franziskanischen
Orten gehört.
Außerhalb der Stadt kann
man das Hypogäum der
Volumnier besichtigen, eines
der signifikantesten Beispiele
eines etruskischen Grabmals aus
hellenistischer Zeit, das der Familie
Velimna-Volumni gehörte.