Technische Daten
Abfahrt: Trevi
Ankunft: Monteluco
Länge: 30km
Höhenunterschied: 800m
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Trevi, Clitunno-Quellen, Pissignano, Campello sul Clitunno, Poreta, Spoleto, Monteluco.
Bei dieser nicht sehr langen, aber aufgrund des leichten
Anstiegs nach Poreta und des letzten Anstiegs nach Monteluco
beschwerlichen Etappe starten wir in dem charakteristischen
mittelalterlichen Örtchen Trevi bergab in Richtung Spoleto. Obwohl
die Streckenlänge von nur 30 Kilometern kein Problem darstellt, muss
man während der Fahrt seine Energien gut einteilen, um nicht völlig
verausgabt am Fuß des letzten Anstiegs anzukommen.
Am Ende der zwischen Olivenbäumen bergab führenden Straße (km 3,9)
überqueren wir die ehemalige staatliche Landstraße SS3 - Vorsicht Verkehr! - und
fahren dann links in Richtung Spoleto weiter. Nachdem wir wenige Kilometer
durch die Ebene geradelt sind, stoßen wir auf den Clitunno-Tempel (km 5,4) und
die bezaubernden Clitunno-Quellen (km 6,6), bei denen wir uns nach links wenden
und den leichten Anstieg in Angriff nehmen, der uns bis zum Fuß der Burg von
Poreta (km 10,4) bringt. Von dieser alten, auf dem Gipfel eines Hügels liegenden
mittelalterlichen Festung genießt man ein weitläufiges Panorama auf die gesamte
Valle Umbra.
Ab hier folgen wir nicht mehr den Hinweisschildern der Via Francigena des hl.
Franziskus, sondern fahren zwischen Olivenbäumen in Richtung Spoleto. Bei
Kilometer 13,8 ist bei der Überquerung der ehemaligen SS3 Flaminia besondere Vorsicht geboten und danach geht es geradeaus weiter nach San Giacomo, wo wir
bei Kilometer 14,1 ankommen.
An der Kreuzung biegen wir links ab, kommen durch das Dorf, radeln dann weiter in
Richtung Spoleto (auf diesem Abschnitt ist auf den Verkehr zu achten) und gelangen
durch die Porta Garibaldi in die „Stadt der zwei Welten“. Es lohnt sich, in dieser von
der Rocca Albornoz und der Brücke „Ponte delle Torri“ überragten Stadt eine Rast
einzulegen, um die Altstadt ausführlich zu besichtigen und Energie für den Anstieg
nach Monteluco zu sammeln.
Nachdem wir bei Kilometer 23 die Kreuzung mit der Via Flaminia überquert haben
(Vorsicht Verkehr), kommen wir an der Kirche San Pietro vorbei und beginnen jetzt
sofort bergauf zu fahren. Der 7km lange Anstieg verläuft sehr gleichmäßig mit
konstant bleibenden Steigungen zwischen 5% und 7%. Mit einem gemäßigten
Rhythmus und den richtigen Gängen kann man den Gipfel ohne größere Probleme
erobern und dann die zwischen jahrhundertealten Steineichen eingebettete
Wallfahrtskirche San Francesco besichtigen, der ideale Ort, um auszuruhen, zu
meditieren und den inneren Frieden wiederzufinden.
Sehenswertes
Kurz nach der Abfahrt erreicht
man die Ortschaft Bovara, die sich
nicht nur durch die schöne Kirche
San Pietro auszeichnet, sondern
auch durch den mit seinen über
1700 Jahren ältesten Olivenbaum
Umbriens, Setzling des hl. Emiliano.
Bei der Weiterfahrt streift man die
bezaubernden Clitunno-Quellen, die
Dörfer Pissignano und Campello sul
Clitunno sowie die mittelalterliche
Burg von Poreta.
Der signifikanteste Ort dieser Etappe
ist jedoch Spoleto, eine der schönsten
Städte in Mittelitalien, in der sowohl
deutliche Spuren der römischen
Zeit als auch die mittelalterliche
Struktur erhalten geblieben sind.
Das bedeutendste Monument der
„Stadt der zwei Welten“ ist der
Dom, doch interessant sind auch
die Kirche Sant´Eufemia und die
Kirche Santi Giovanni e Paolo, die
Abtei San Ponziano, die Kirche San
Domenico, die Kirche San Nicolò, der
Palazzo Comunale und das Römische
Amphitheater.
Besichtigen sollte man außerdem
die Kirche San Paolo Inter Vineas
(10. Jh.), in der ein bedeutender
Freskenzyklus aus dem Jahr 1200
zu sehen ist, und die im 5. Jh.
gebaute Kirche San Pietro mit
ihrer prächtigen romanischen, aus
Stein gehauenen Fassade, die mit
einzigartigen Basreliefs geschmückt
ist. Unverwechselbare Symbole
der Stadt sind die Mitte des 14. Jh.
errichtete Rocca Albornoz und die
Ponte delle Torri (13.-14. Jh.), deren
Aufgabe es war, das Wasser von
Monteluco zur Festung und zum hoch
gelegenen Teil der Stadt zu leiten.
Die Etappe endet in Monteluco, ein
interessantes Naturphänomen voller
Spiritualität. Hier lebte Franziskus
für eine kurze Zeit im Jahr 1218 und
gründete das schlichte Kloster am
Rand des „heiligen Waldes“. An
dieser Stelle befindet sich heute die
Wallfahrtskirche Monteluco.