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Etappe 06


von Trevi nach Monteluco
Trevi, Clitunno-Quellen, Pissignano, Campello sul Clitunno, Poreta, Spoleto, Monteluco

Technische Daten

Abfahrt: Trevi
Ankunft: Monteluco
Länge: 30km
Höhenunterschied: 800m
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Trevi, Clitunno-Quellen, Pissignano, Campello sul Clitunno, Poreta, Spoleto, Monteluco.

Bei dieser nicht sehr langen, aber aufgrund des leichten Anstiegs nach Poreta und des letzten Anstiegs nach Monteluco beschwerlichen Etappe starten wir in dem charakteristischen mittelalterlichen Örtchen Trevi bergab in Richtung Spoleto. Obwohl die Streckenlänge von nur 30 Kilometern kein Problem darstellt, muss man während der Fahrt seine Energien gut einteilen, um nicht völlig verausgabt am Fuß des letzten Anstiegs anzukommen.

Am Ende der zwischen Olivenbäumen bergab führenden Straße (km 3,9) überqueren wir die ehemalige staatliche Landstraße SS3 - Vorsicht Verkehr! - und fahren dann links in Richtung Spoleto weiter. Nachdem wir wenige Kilometer durch die Ebene geradelt sind, stoßen wir auf den Clitunno-Tempel (km 5,4) und die bezaubernden Clitunno-Quellen (km 6,6), bei denen wir uns nach links wenden und den leichten Anstieg in Angriff nehmen, der uns bis zum Fuß der Burg von Poreta (km 10,4) bringt. Von dieser alten, auf dem Gipfel eines Hügels liegenden mittelalterlichen Festung genießt man ein weitläufiges Panorama auf die gesamte Valle Umbra.

Ab hier folgen wir nicht mehr den Hinweisschildern der Via Francigena des hl. Franziskus, sondern fahren zwischen Olivenbäumen in Richtung Spoleto. Bei Kilometer 13,8 ist bei der Überquerung der ehemaligen SS3 Flaminia besondere Vorsicht geboten und danach geht es geradeaus weiter nach San Giacomo, wo wir bei Kilometer 14,1 ankommen.

An der Kreuzung biegen wir links ab, kommen durch das Dorf, radeln dann weiter in Richtung Spoleto (auf diesem Abschnitt ist auf den Verkehr zu achten) und gelangen durch die Porta Garibaldi in die „Stadt der zwei Welten“. Es lohnt sich, in dieser von der Rocca Albornoz und der Brücke „Ponte delle Torri“ überragten Stadt eine Rast einzulegen, um die Altstadt ausführlich zu besichtigen und Energie für den Anstieg nach Monteluco zu sammeln.

Nachdem wir bei Kilometer 23 die Kreuzung mit der Via Flaminia überquert haben (Vorsicht Verkehr), kommen wir an der Kirche San Pietro vorbei und beginnen jetzt sofort bergauf zu fahren. Der 7km lange Anstieg verläuft sehr gleichmäßig mit konstant bleibenden Steigungen zwischen 5% und 7%. Mit einem gemäßigten Rhythmus und den richtigen Gängen kann man den Gipfel ohne größere Probleme erobern und dann die zwischen jahrhundertealten Steineichen eingebettete Wallfahrtskirche San Francesco besichtigen, der ideale Ort, um auszuruhen, zu meditieren und den inneren Frieden wiederzufinden.




Sehenswertes

Kurz nach der Abfahrt erreicht man die Ortschaft Bovara, die sich nicht nur durch die schöne Kirche San Pietro auszeichnet, sondern auch durch den mit seinen über 1700 Jahren ältesten Olivenbaum Umbriens, Setzling des hl. Emiliano.

Bei der Weiterfahrt streift man die bezaubernden Clitunno-Quellen, die Dörfer Pissignano und Campello sul Clitunno sowie die mittelalterliche Burg von Poreta.

Der signifikanteste Ort dieser Etappe ist jedoch Spoleto, eine der schönsten Städte in Mittelitalien, in der sowohl deutliche Spuren der römischen Zeit als auch die mittelalterliche Struktur erhalten geblieben sind.

Das bedeutendste Monument der „Stadt der zwei Welten“ ist der Dom, doch interessant sind auch die Kirche Sant´Eufemia und die Kirche Santi Giovanni e Paolo, die Abtei San Ponziano, die Kirche San Domenico, die Kirche San Nicolò, der Palazzo Comunale und das Römische Amphitheater.

Besichtigen sollte man außerdem die Kirche San Paolo Inter Vineas (10. Jh.), in der ein bedeutender Freskenzyklus aus dem Jahr 1200 zu sehen ist, und die im 5. Jh. gebaute Kirche San Pietro mit ihrer prächtigen romanischen, aus Stein gehauenen Fassade, die mit einzigartigen Basreliefs geschmückt ist. Unverwechselbare Symbole der Stadt sind die Mitte des 14. Jh. errichtete Rocca Albornoz und die Ponte delle Torri (13.-14. Jh.), deren Aufgabe es war, das Wasser von Monteluco zur Festung und zum hoch gelegenen Teil der Stadt zu leiten.

Die Etappe endet in Monteluco, ein interessantes Naturphänomen voller Spiritualität. Hier lebte Franziskus für eine kurze Zeit im Jahr 1218 und gründete das schlichte Kloster am Rand des „heiligen Waldes“. An dieser Stelle befindet sich heute die Wallfahrtskirche Monteluco.


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